„Alles in der Welt endet …
… durch Zufall und Ermüdung.„
Heinrich Heine 1797 — 1856, deutscher Dichter und Journalist.
Der Zufall ließ mich die Aufnahme der (Material-)Ermüdung dieses Blechdachs auf dem Gelände der ehemaligen Oldenburg Air Base machen.
Einst wichtig für das Mittellinienfeuer. Sichtanflugbahnen mit einer Startbahnlänge von mehr als 800 Metern sollten in der Hauptanflugrichtung über eine Anflugbefeuerung verfügen.
Fremdkörper von der Start-/Landebahn, die durch Einsaugen mit dem Luftstrom in das Triebwerk gelangen konnten und dort zu Beschädigungen, FOD (Foreign Object Damage), geführt hätten, wurden stets entfernt und in Tonnen gesammelt. Ob diese Tonne zu den FOD-Behältnissen gehörte, bezweifle ich allerdings.
Ich kenne bis heute nicht die Geschichte um die Ente, die noch zu FlaRak-Zeiten vor dem Stabsgebäude gepflegt wurde.
Der Zahn der Zeit nagte bereits 2005 an dieser Hinweistafel der Fahrschule des JaboG 43.
Ein Flugzeugschutzbau — protective aircraft shelter oder kurz shelter - von seiner natürlichen (Rück-)Seite.
Crashgate 14 oder „Gefährliche Ausfahrt“ zur Alexanderstraße. Rechts im Bild eine Schranke des ehemaligen Bahnübergangs in den Fliegerhorst.
Ein Schilderhaus, das Schutzhäuschen für die militärischen und zivilen Posten, am Zugang zur einstigen Sperrzone. In der (veralteten) Soldatensprache stand „schildern“ für „Schildwache stehen“. Im Hintergrund: Halle 13.
Irgendwann verlegte die Flugzeugführerschule von Oldenburg nach Pardubice. Das Bild zeigt den Eingang zur Technischen Kompanie in der heutigen Stadt des Sports, der Pferde und des Lebkuchens — schließlich entstand die Lebkuchenzunft hier bereits im 16. Jahrhundert.
Abschließend möchte ich Ihnen nach so vielen Fotos aus vergangenen Zeiten und der alten Aufnahme aus Pardubice noch einen Aussschnitt aus einer Verleihungsurkunde für ein Verdienstkreuz, das 1942 einem Oldenburger Piloten verliehen wurde, zeigen.
Zum Schluss: wie sagte doch gleich der „olle Goethe“?
Geschichten schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen.
Trackbacks wurden deaktiviert.
25. Februar 2009 - 20:53
Hallo Herr Stock,
wieder eine Erinnerung: In der Fahrschule habe ich meinen LKW-Führerschein gemacht und bin somit auch viele Stunden durch das schöne Ammerland gefahren.
Gruß
Thomas Buchenauer