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6Feb/120

Die dunkle Zeit auf der Alexanderheide

Ich spre­che hier nicht von der dunk­len Zeit des Mit­tel­al­ters. Viel­mehr habe ich wenige Fotos aus der „düs­te­ren“ Ver­gan­gen­heit des eins­ti­gen Olden­bur­ger Flie­ger­hors­tes mit dem Deck­na­men „Kum­pel“ her­vor­ge­holt. — Ich lege größ­ten Wert auf die Fest­stel­lung: hier geht es ALLEIN um die Prä­sen­ta­tion his­to­ri­scher Auf­nah­men und NICHT um eine beschö­ni­gende oder ver­zer­rende Dar­stel­lung der Zeit des „Drit­ten Reiches“!

Um einen erfolg­rei­chen Start zu gewähr­leis­ten, fan­den im Vor­feld umfang­rei­che Vor­be­rei­tun­gen statt. Nahezu auf sich allein gestellt, küm­mert sich ein Pilot um seine Maschine.

„„Onkel Tom“, Du willst nun gehn! Lässt uns ganz alleine stehn.  Aus der Flie­ge­rei sehen wir Dich ungern schei­den. Warst Kame­rad zu uns in guten wie in schlech­ten Zei­ten. Trotz­dem „Viel Glück“ für Dich. Ver­giss die schwar­zen Kum­pels nich(t). Die Kame­ra­den.“ — Die­sen Gruß erhielt „Onkel Tom“ zu sei­nem Abschied aus der Flie­ge­rei. Ver­mut­lich grüßte man ihn jedoch nicht in Olden­burg, son­dern nach der zwi­schen­zeit­li­chen Ver­le­gung der Flug­zeug­füh­rer­schule A/B von Olden­burg nach Par­du­bice (Pardubitz) vielmehr in Ostböhmen.

Einer der dama­li­gen „schwar­zen Kum­pels“ des „Onkel Tom“, der Olden­bur­ger Flug­zeug­füh­rer Hein­rich B.

Einige Jahre spä­ter, inzwi­schen war (ver­mut­lich) auch Hein­rich B. ver­ab­schie­det worden, entstand diese Luft­auf­nahme des Olden­bur­ger Flie­ger­hors­tes, die ein bri­ti­scher Auf­klä­rer „schoss“. — Der Platz wurde spä­ter ins­ge­samt zwei­mal bom­bar­diert: Kar­frei­tag und Pfingst­diens­tag 1944. — Die Geschichte lehrt dau­ernd, aber sie fin­det keine Schü­ler (Inge­borg Bachmann).

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