Die dunkle Zeit auf der Alexanderheide
Ich spreche hier nicht von der dunklen Zeit des Mittelalters. Vielmehr habe ich wenige Fotos aus der „düsteren“ Vergangenheit des einstigen Oldenburger Fliegerhorstes mit dem Decknamen „Kumpel“ hervorgeholt. — Ich lege größten Wert auf die Feststellung: hier geht es ALLEIN um die Präsentation historischer Aufnahmen und NICHT um eine beschönigende oder verzerrende Darstellung der Zeit des „Dritten Reiches“!
Um einen erfolgreichen Start zu gewährleisten, fanden im Vorfeld umfangreiche Vorbereitungen statt. Nahezu auf sich allein gestellt, kümmert sich ein Pilot um seine Maschine.
„„Onkel Tom“, Du willst nun gehn! Lässt uns ganz alleine stehn. Aus der Fliegerei sehen wir Dich ungern scheiden. Warst Kamerad zu uns in guten wie in schlechten Zeiten. Trotzdem „Viel Glück“ für Dich. Vergiss die schwarzen Kumpels nich(t). Die Kameraden.“ — Diesen Gruß erhielt „Onkel Tom“ zu seinem Abschied aus der Fliegerei. Vermutlich grüßte man ihn jedoch nicht in Oldenburg, sondern nach der zwischenzeitlichen Verlegung der Flugzeugführerschule A/B von Oldenburg nach Pardubice (Pardubitz) vielmehr in Ostböhmen.
Einer der damaligen „schwarzen Kumpels“ des „Onkel Tom“, der Oldenburger Flugzeugführer Heinrich B.
Einige Jahre später, inzwischen war (vermutlich) auch Heinrich B. verabschiedet worden, entstand diese Luftaufnahme des Oldenburger Fliegerhorstes, die ein britischer Aufklärer „schoss“. — Der Platz wurde später insgesamt zweimal bombardiert: Karfreitag und Pfingstdienstag 1944. — Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler (Ingeborg Bachmann).