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4Mrz/105

Wo sind sie? 33 Jahre Bundeswehr

Es war, so meine ich mich recht zu erin­nern, ges­tern, als ich mit mei­ner nagel­neuen, dun­kel­brau­nen Kunst­le­der­rei­se­ta­sche vor der 9. Kom­pa­nie in Gos­lar stand und dachte: „Ach, Du Scheibe, hier sollst Du drei Monate lang grund­aus­ge­bil­det werden …

… und allein durch Deine Anwe­sen­heit etwas Wärme in die (dama­lige) Zeit des Kal­ten Krie­ges brin­gen.“ Naja, erst ein­mal wurde mir warm! Nicht unbe­dingt ums Herz! Viel­mehr in Feld­ja­cken und –hosen aus Mole­s­kin. „Mann“ hatte beschlos­sen, uns die Schön­heit und die Arten­viel­falt des Har­zes nicht nur beein­dru­ckend und wort­ge­wal­tig, son­dern auch aus der bis dato für uns außer­ge­wöhn­li­chen und extrem hori­zon­ta­len Per­spek­tive der Igel, Feld– und Spitz­mäuse sowie des Maul­wurfs zu zeigen.

Dies muss ges­tern gesche­hen sein! Ich erin­nere mich sehr genau. – Und irgend­wann zwi­schen dem gest­ri­gen Abend­es­sen und dem Früh­stück, war ich in Aurich, Roden­kir­chen, Fort Bliss, auf der Insel Kreta, in Els­fleth, Olden­burg, Die­p­holz und Schor­tens und diente gern, treu und tap­fer der Einig­keit, dem Recht und der Freiheit.

Ich denke, in der ver­gan­ge­nen Nacht träumte ich von Diens­ten als Fla­Rak­Ra­dar­E­loFw, Elo­Ka­Be­trM­str, FAS, GvD, UvD, OvWa, ErkFw, Inn­DstBe­arb B und KpFw, Con­trol­ler, von „Mach-mal-eben-Dienstposten“ sowie „Kriegste-schon-hin-Tätigkeiten“. Kurz vor dem Auf­wa­chen hatte ich noch den Traum von einer wun­der­ba­ren Zeit und einer außer­or­dent­li­chen Ver­wen­dung im Stab eines ganz beson­de­ren Regi­men­tes mit sei­nen so ange­neh­men Ange­hö­ri­gen im Friesischen.

DA SCHRILLTE MEIN WECKER und unver­se­hens war sie da, die beson­dere Alters­grenze. — Nun ver­stehe ich, warum sie „die Beson­dere“ genannt wird. Sie naht ganz beson­ders schnell, schein­bar über Nacht … ich bin (fast) Pensionär!

Kommentare (5) Trackbacks (0)
  1. Hallo Ronald,

    schön zu hören, dass Du bald gaaaaanz viel Zeit für die wich­ti­gen Dinge im Leben hast :-)

    Gruss
    Jens

  2. Hi, Leute der jün­ge­ren Gene­ra­tion, ich habe mein Stu­dium vor­ge­zo­gen und 1964, also vor 46 Jah­ren,
    Upje­ver und den Star­figh­ter F104 ver­las­sen.
    VG, Bernd.

  3. Hallo Ronald, eine schöne Seite hast du hier ein­ge­rich­tet. Wann kommt das pas­sende Buch?
    In Gos­lar bei der 9./LwAusbRgt (ich glaub´ 2) war ich auch. Da wurde ich auch LRB. Mei­nen Zug­füh­rer von damals traf ich Jahre spä­ter noch­mal bei dem Lehr­gang zum 1. LRB. Schöne Grüße noch ins Ammerland.

    P.S.
    komm doch mal zum Schie­ßen der SSGO
    Hast ja genug Zeit

  4. Hallo Mar­tin,
    vie­len Dank für Dei­nen net­ten Kom­men­tar. 9./LAR 5 in Gos­lar, Juli 1977, da gab es ein Stamm­per­so­nal, das so „gefragt war“, dass es spä­ter sogar poli­zei­lich „befragt“ wurde. Und die soll­ten uns aus­bil­den … — Vie­len Dank für Dein Ange­bot, die SSGO zu besu­chen, aber da hat mein „stän­di­ges Rau­schen und Pfei­fen im Ohr“ etwas dage­gen :-(
    Viele Grüße!
    Ronald

  5. Ich war von Okto­ber bis Dezem­ber in Gos­lar. Und zwar in der 9. Kom­pa­nie. War eine tolle Zeit und wir haben viel Spaß gehabt (nicht nur) beson­ders mit dem Zim­mer nebenan, es war vol­ler „Ostfriesen“.

    Gruß Rolf


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