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9Mrz/080

20 Jahre Spinnköppel Wiefelstä

Brauchtumspflege im Haus des GastesDas Spin­nen. Für viele Men­schen auf dem Lande über Jahr­hun­derte eine lebens­not­wen­dige hand­werk­li­che Betä­ti­gung. Die Spinn­köp­pel Wie­fel­stä wahrt und pflegt die­ses alte Brauch­tum und ver­mit­telt das Spin­nen seit 20 Jah­ren immer wie­der inter­es­sier­ten Menschen.

Altes HandwerkWer unter Spin­nen allein das Anein­an­der­le­gen und Ver­dril­len von Fasern zu belie­big lan­gen und star­ken Fäden ver­steht, liegt mit sei­nem Wis­sen nicht falsch, doch Klööns­nack, beglei­tet vom Sur­ren der Spinn­rä­der und dem Knis­tern des bren­nen­den Hol­zes im offe­nen Kamin, dür­fen bei die­ser vor­wie­gend wäh­rend der Win­ter­mo­nate aus­ge­üb­ten Tätig­keit nicht fehlen.

Ein volles Haus für die Spinnköppel WiefelstäViele Gäste gra­tu­lier­ten den Mit­glie­dern der Wie­fels­te­der Spinn­köp­pel zum 20jährigen Jubi­läum im Haus des Gas­tes am Klei­berg. Die Web­gruppe des Hei­mat­ver­eins Hals­bek, die Spinn­kop­pel Nee­borg, die Spinn­stuv des Hei­mat­ver­eins Ras­tede, die Hals­be­ker Spinn­köp­pel, die Seng­war­der Spinn­stube, die Danz­köp­pel und die Spääl­köp­pel Wie­fel­stä zähl­ten zu den zahl­rei­chen Gratulanten.

GratulationFranz Schi­ra­kow­ski, der Lei­ter der Gruppe, nahm stell­ver­tre­tend für die Mit­glie­der der Spinn­köp­pel die vie­len Glück­wün­sche und Prä­sente entgegen.

Mitglieder der Danzköppel WiefelstäDie weit über die Gren­zen Wie­fels­te­des hin­aus bekannte Danz­köp­pel Wiefelstä

Oft wurde der Volkstanz von Generation zu Generation mit Lied und Brauchtum in vorwiegend schriftloser Überlieferung vererbtdemons­trierte durch per­fekt dar­ge­bo­tene Volks­tänze ein­mal mehr, dass Tra­di­tion und Brauch­tums­pflege für sie nach wie vor einen bedeu­ten­den Stel­len­wert besitzen.

Bernhard Winter. Die Bereitung des Flachses.Die Bau­ern bau­ten frü­her viel Hanf an. Zur Ern­te­zeit mäh­ten sie ihn mit der Sichel ab, ban­den ihn zu Büscheln und trock­ne­ten ihn. Vor dem Spin­nen muß­ten die har­ten Hanf­fa­sern mit Rif­fel­wal­zen weich­ge­rie­ben und gehe­chelt wer­den. Mit dem Spinn­rad wurde der Hanf von Frauen und Mäd­chen zu Garn und Zwirn gespon­nen. Doch nicht nur Hanf, vor allem Schaf­wolle wurde gespon­nen. Die Schaf­wolle wurde gewa­schen, getrock­net und mit dem Spinn­rad zu Wolle gespon­nen. Dar­aus wur­den Socken, Strümpfe und Hand­schuhe gestrickt, die teil­weise auch ein­ge­färbt wur­den. Zum Spin­nen tra­fen sich Frauen und Mäd­chen mit ihren Spinn­ro­cken in der gro­ßen Stube einer Fami­lie. Dabei erzählte man sich die neu­es­ten Dor­fer­eig­nisse und Geschich­ten. Wenn die Bur­schen kamen, wurde musi­ziert, getanzt und gesun­gen. Durch die­sen Brauch ver­mit­telte man der nächs­ten Gene­ra­tion die alten Volks­lie­der und –tänze.

Die SpinnstubeUnd (mit einem freund­li­chen Augen­zwin­kern) die Moral zu der Geschicht´: das es vor vie­len Jahr­zehn­ten nach den dama­li­gen Moral­vor­stel­lun­gen auch bis­wei­len etwas zwang­lo­ser beim Spin­nen zuge­gan­gen sein mag, über­lie­fert Mey­ers Lexi­kon aus dem Jahre 1929 in sei­ner Begriffs­be­stim­mung zur „Spinn­stube“. Kli­cken Sie bitte auf den Text.

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