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12Mai/100

3. MoGo in Wiefelstede

Ich berich­tete bereits in der NWZ über den Motor­rad­got­tes­dienst der Slow­lys in Wie­fels­tede. Die Such­an­fra­gen im blog-stock sagen mir: „Bring´ den Arti­kel noch ein­mal.“ Also …


Vor der Kulisse der St.-Johannes-Kirche nah­men auch in die­sem Jahr die Wie­fels­te­der Motor­rad­freunde Slow­lys und zahl­rei­che Biker aus dem Umland mit ihren schwe­ren Maschi­nen Auf­stel­lung. Hemmte ein bedeck­ter Him­mel einige Fah­re­rin­nen und Fah­rer auch an einer Teil­nahme am inzwi­schen 3. Biker-Gottesdienst in der ältes­ten Kir­che des Ammer­lan­des, so fan­den sich doch über 100 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer mit ihren chrom­glän­zen­den Motor­rä­dern in der Kirch­straße ein.

„Motor­rad­fah­ren ist die Kunst, mit küh­lem Kopf auf einen hei­ßen Ofen voll abzu­fah­ren.“ Die Begeis­te­rung für ihre hei­ßen Öfen mit ande­ren tei­len und nicht im Rausch der Geschwin­dig­keit die eigene Grenze zu erfah­ren, war dann auch der Leit­ge­danke, der die Fah­re­rin­nen und Fah­rer, Bei­fah­re­rin­nen und Bei­fah­rer, aber auch Nicht-Biker zur Ev.-luth. Kir­che St. Johan­nes führte.



Nach einem Posau­nen­vor­spiel des von Kars­ten Heger gelei­te­ten Posau­nen­cho­res aus Jever und der Begrü­ßung durch die Pas­to­ren Dr. Tim Unger und Hugo Mieth, stimmte der Evan­ge­li­sche Sing­kreis unter der Lei­tung von Gabriele Tar­deck die Biker­freunde auf den Got­tes­dienst ein. Im Wech­sel gespro­chene Psal­men, Lie­der, Gebete und Gedan­ken an bereits in die­ser noch kur­zen Sai­son ver­un­glückte Motor­rad­freunde sowie die Dia­log­pre­digt der bei­den Pas­to­ren, bil­de­ten den Rah­men der dies­jäh­ri­gen Ver­an­stal­tung. Als begeis­ter­ter Fahr­rad– und Auto­fah­rer „ver­han­del­ten“ Dr. Tim Unger auf der einen und Hugo Mieth, selbst lei­den­schaft­li­cher Motor­rad­freund, auf der ande­ren Seite, wäh­rend ihrer Pre­digt die Mei­nun­gen und mög­li­chen Vor­ein­ge­nom­men­hei­ten gegen­über der Biker-Kultur.

Da darf wäh­rend des Got­tes­diens­tes schon ein­mal fröh­lich gelacht und geklatscht wer­den und bei der rich­ti­gen Beant­wor­tung einer kniff­li­gen Frage nach Brems– und Reak­ti­ons­weg ein Prä­sent ver­ge­ben wer­den. So stan­den bei der Abkün­di­gung des Motor­rad­got­tes­diens­tes dann auch die ein­zu­hal­tende Rei­se­ge­schwin­dig­keit wäh­rend der gemein­sa­men Aus­fahrt und der Ein­satz von Ver­kehrs­si­che­rungs­pos­ten im Vordergrund.

Dank der Beglei­tung durch die Ras­te­der Poli­zei, konn­ten sich die Biker nach ihren „Ben­zin­ge­sprä­chen“ bei Kaf­fee, Tee, alko­hol­freien Geträn­ken und Brat­wurst auf 60 Kilo­me­ter „Freie Fahrt“ wäh­rend ihrer abschlie­ßen­den Aus­fahrt durch das Ammer­land und Fries­land freuen.

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