3. MoGo in Wiefelstede
Ich berichtete bereits in der NWZ über den Motorradgottesdienst der Slowlys in Wiefelstede. Die Suchanfragen im blog-stock sagen mir: „Bring´ den Artikel noch einmal.“ Also …
Vor der Kulisse der St.-Johannes-Kirche nahmen auch in diesem Jahr die Wiefelsteder Motorradfreunde Slowlys und zahlreiche Biker aus dem Umland mit ihren schweren Maschinen Aufstellung. Hemmte ein bedeckter Himmel einige Fahrerinnen und Fahrer auch an einer Teilnahme am inzwischen 3. Biker-Gottesdienst in der ältesten Kirche des Ammerlandes, so fanden sich doch über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren chromglänzenden Motorrädern in der Kirchstraße ein.
„Motorradfahren ist die Kunst, mit kühlem Kopf auf einen heißen Ofen voll abzufahren.“ Die Begeisterung für ihre heißen Öfen mit anderen teilen und nicht im Rausch der Geschwindigkeit die eigene Grenze zu erfahren, war dann auch der Leitgedanke, der die Fahrerinnen und Fahrer, Beifahrerinnen und Beifahrer, aber auch Nicht-Biker zur Ev.-luth. Kirche St. Johannes führte.
Nach einem Posaunenvorspiel des von Karsten Heger geleiteten Posaunenchores aus Jever und der Begrüßung durch die Pastoren Dr. Tim Unger und Hugo Mieth, stimmte der Evangelische Singkreis unter der Leitung von Gabriele Tardeck die Bikerfreunde auf den Gottesdienst ein. Im Wechsel gesprochene Psalmen, Lieder, Gebete und Gedanken an bereits in dieser noch kurzen Saison verunglückte Motorradfreunde sowie die Dialogpredigt der beiden Pastoren, bildeten den Rahmen der diesjährigen Veranstaltung. Als begeisterter Fahrrad– und Autofahrer „verhandelten“ Dr. Tim Unger auf der einen und Hugo Mieth, selbst leidenschaftlicher Motorradfreund, auf der anderen Seite, während ihrer Predigt die Meinungen und möglichen Voreingenommenheiten gegenüber der Biker-Kultur.
Da darf während des Gottesdienstes schon einmal fröhlich gelacht und geklatscht werden und bei der richtigen Beantwortung einer kniffligen Frage nach Brems– und Reaktionsweg ein Präsent vergeben werden. So standen bei der Abkündigung des Motorradgottesdienstes dann auch die einzuhaltende Reisegeschwindigkeit während der gemeinsamen Ausfahrt und der Einsatz von Verkehrssicherungsposten im Vordergrund.
Dank der Begleitung durch die Rasteder Polizei, konnten sich die Biker nach ihren „Benzingesprächen“ bei Kaffee, Tee, alkoholfreien Getränken und Bratwurst auf 60 Kilometer „Freie Fahrt“ während ihrer abschließenden Ausfahrt durch das Ammerland und Friesland freuen.
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