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14Sep/100

All so wat up Hoch un Platt

„Vör­le­sen un tolus­tern. Dar gah man hen, kannst´n moien Namid­dag bele­ven!“ - Jeden zwei­ten Mon­tag im Monat von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr heißt es auf dem „Hof Klei­berg“ in Wie­fels­tede „All so wat up Hoch un Platt“. Der Kaf­fee duf­tet, Kekse und Gebäck ste­hen bereit und hier und da lie­gen ein Heft, ein Taschen­buch, ein inzwi­schen etwas betag­ter Gedicht­band oder hand­schrift­li­che Auf­zeich­nun­gen auf dem Tisch. Die Gäste unter­hal­ten sich ange­regt, plau­dern über die­ses und jenes. Wil­fried Harms, bekannt für sein Enga­ge­ment um die Pflege und den Erhalt der platt­deut­schen Spra­che, eröff­net das gemüt­li­che Bei­sam­men­sein mit einer hei­te­ren, platt­deut­schen Geschichte.


Inge­borg Huis­ken berich­tet über das Phä­no­men vom Streit­ham­mel Alwine, der dann in der Folge doch ein Alwin war und Gerold Wür­de­mann trägt ein gedan­ken­vol­les Gedicht vor. Der Nach­mit­tag wird jedoch nicht allein von ihnen gestal­tet. Prompt ergrei­fen auch die Besu­cher das Wort und erzäh­len von eige­nen Erleb­nis­sen, ver­le­sen über­lie­ferte Texte oder schil­dern humor­voll wahre Bege­ben­hei­ten, die sich so oder so ähnlich zuge­tra­gen haben müss­ten. Es fal­len nach­denk­lich stim­mende Worte und der eine und andere auf platt­deutsch vor­ge­tra­gene Witz sorgt für ein amü­sier­tes Publi­kum. Schön, dass die Ver­an­stal­tung für regel­mä­ßige und für gele­gent­li­che Teil­neh­mer offen ist, denn auch als nicht platt­deutsch spre­chen­der Wie­fels­te­der hatte ich an die­sem Nach­mit­tag „veel Plä­seer bi’t Tolustern.“

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