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13Mrz/080

Brauchtum im Oldenburger Land

Gröön-DonnerdagGröön-Donnerdag

De Don­ner­dag vör Ostern is de Gröön-Donnerdag. An den Dag wurd över­all Kohl äten. Disse Kohl wurd van de Blä van wille Plan­ten toho­op­socht. An wecke Stäen mus­sen dat nägen Aar­ten Gröön wäsen.De Haupt­ar­beit an dis­sen Dag weer: de Wall­he­cken wurrn nakä­ken. Wall­he­cken sünd schöön, seggt wi van­da­gen noch. Man stimmt dat ok? Wenn ik wecke seh, denn krieg ik meist so´n lütt­jen Gru­gel. De Buurn hefft dr sik nix drum küm­mert. Dat is allens wild upscha­ten. Darum sütt dat ut as´n Minsch, de sik nich kämmt hett. Dat weer frö­her anners. Gröön-Donnerdag wurd de Wall­heck kappt. Dar wurrn Arf­ken­strüük van snäen. Wat kor­ter weer, dat wurd toho­op­bund­selt un wurd as „Slen­gen­busch“ (zur Ufer– und zur Deich­be­fes­ti­gung) ver­kofft. Wat dr denn noch an Spri­ckel­tüügs över bleev, dat keem in´t Oster­füür. Jun­gedi, wat leet so´n Wall­heck nahst moi: kant un schier keek se de hil­lig Ostern tomööt (entgegen)!

Stil­len Freedag

Kar­free­dag harr frö­her nich blot den Namen „stil­len Free­dag“. Nä, an den Dag gung dat ok aller­wä­gens — in´e Stadt un up´n Dor­pen — heel still to. Dat weer — to minns­ten bi de Luthe­ri­schen — de höchst Fier­dag van´t Jahr. De Lü gun­gen den gan­zen Dag in Swart. Dar druff nich sun­gen un erst recht nich arbeit´t weern. Heel sin­nig gung dat in´t Olln­bur­ger Ammer­land to. Allens, wat blank weer in´n Huse, dat wurd Gröön-Donnerdag schüürt. Tinn-Tellers, Tinn-Kannen, Meschen-Pött un so fud­der. Man wenn´t blank putzt weer, keem´t erst all in´n Koorf. To stil­len Free­dag druff nix blän­kern. Denn muß dat as doot wäsen in´t Huus. Erst to Ostern kemen de Saken wed­der vör´n Dag.

(aus: Brauch­tum im Olden­bur­ger Land, Bear­bei­tet von Hans Dirks, Hein Holz­berg Ver­lag, Olden­burg, 2. Aufl. 1985)

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