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6Dez/105

Damals … bei uns in Wiefelstede

Seit dem 28. Novem­ber 2010 prä­sen­tiert Ingo Hell­busch neue Ein­bli­cke in die „Samm­lung Fritz Ger­des“. Im Hei­mat­mu­seum Wie­fels­tede stellt er Fotos aus dem vor 25 Jah­ren begon­ne­nen Foto­ar­chiv des Wie­fels­te­der Schu­ma­cher­meis­ters Fritz Ger­des (1922–2002) vor. Beglei­tend zu die­ser Aus­stel­lung erschien der dritte Foto­band „Damals … bei uns in Wie­fels­tede“, der zum Preis von 12 Euro bei „kiek rin“ und Lotto-Toto-Brumund erhält­lich ist.  Mein Tipp: nut­zen Sie die Gele­gen­heit und las­sen Sie sich per­sön­lich von Ingo Hell­busch, wäh­rend der Öffnungs­zei­ten des Hei­mat­mu­se­ums (Sa. 16:00 bis 18:00 Uhr und So. 14:00 bis 18:00 Uhr), ins „alte Wie­fels­tede“ ent­füh­ren. Viel­leicht sto­ßen Sie dabei auf ein wei­te­res Mosa­ik­stein­chen der eige­nen Fami­li­en­ge­schichte! — Ganz sicher wer­den Sie eine kleine HO-Modellbahnanlage entdecken.

Es han­delt sich nicht um das Modell einer künf­ti­gen Wie­fels­te­der Hoch­bahn. Nicht muse­ums­päd­ago­gi­sche Gedan­ken oder gewerbs­mä­ßi­ges Inter­esse, son­dern allein das eigene Ver­gnü­gen mit ande­ren Inter­es­sier­ten zu tei­len, brach­ten Jens-Peter Berth­mann und mich auf die Idee, eine HO-Modellbahnanlage im Stil der 1950er Jahre auf­zu­bauen. Das wir im Hei­mat­mu­seum die Gele­gen­heit beka­men, unse­ren Spiel­trieb in die Tat umzu­set­zen ver­dan­ken wir Wolf­gang Hase und Ingo Hell­busch, die uns bis Weih­nach­ten einen Platz im „Haus von Wedel“ freihalten.

Natür­lich kön­nen wir nicht mit dem Minia­tur Wun­der­land Ham­burg, der größ­ten Modell­bahn­an­lage der Welt, kon­kur­rie­ren. Wol­len wir auch nicht! Doch es gelang uns bereits einige Male, Erin­ne­run­gen an die Vor­weih­nachts­zeit zu wecken, als man(n) sich an der Schau­fens­ter­scheibe eines Spiel­wa­ren­la­dens die Nase platt­drückte wäh­rend in der Aus­lage die Güter– und Per­so­nen­züge bestän­dig ihre Run­den dreh­ten. — „Nur noch eine Runde!“ wollte ich immer schauen, wenn mich dann irgend­wann meine Eltern bei der Hand nah­men, um sich bzw. uns erneut in den Weih­nacht­stru­bel zu stürzen …

Im Anschluss einige Schnapp­schüsse „Damals … an der Schau­fens­ter­scheibe des Spielzeugwarenhändlers“.

Ich höre nachts die Loko­mo­ti­ven pfei­fen,
sehn­süch­tig schreit die Ferne,
und ich
drehe mich im Bett herum
und denke
„Rei­sen…!“ —
Kurt Tucholsky, „Die fünf Sinne“

Die­ser Text und das Foto aus der Nordwest-Zeitung (ver­öf­fent­licht 2004) waren der „Aus­lö­ser“ dafür, dass wir eine Modell­bahn­an­lage im Wie­fels­te­der Hei­mat­mu­seum auf­bauen wollten.

Kommentare (5) Trackbacks (0)
  1. Die ist ja rich­tig klasse gemacht!
    Da möchte man am liebs­ten noch­mal Kind
    sein und die Schule sch…

    Ich wün­sche noch allen Besu­chern viel Freude.

  2. „Vie­len Dank!“ für Ihren auf­mun­tern­den Kom­men­tar, sagt Ronald Stock.

  3. Sehr schön, mit dem NWZ-Ausschnitt wird´s rich­tig rund :-)

    Gruss
    Jens

  4. Danke für diese tol­len Bil­der. Da kom­men Erin­ne­run­gen zurück.

  5. Vie­len Dank für die net­ten Kom­men­tare, das Lob und die ermun­tern­den Worte aus dem Forum der „alten Modell­bah­ner“ unter http://alte-modellbahnen.xobor.de/t11195f51-Ausstellungs-Weihnachtsanlage.html! Das macht uns Mut für eine zweite Auf­lage in 2011.
    Ronald Stock


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