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25Feb/080

Das Tegtmeier-Mosaik im Wiefelsteder Rathaus

Das Mosaik von Professor Wilhelm TegtmeierVor knapp einem Jahr stellte die Erhal­tung des Mosa­iks im Wie­fels­te­der Rat­haus nicht nur die Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­aus­schus­ses vor ein Pro­blem. Die Wand an der das Mosaik hing, konnte im Zuge der 2007er Umbau­maß­nah­men des Rat­hau­ses nicht erhal­ten blei­ben. Bei­nahe hätte das Mosaik nur als Foto „weitergelebt“.

Die Hausfrau mit den TierenWil­helm Tegtmeier (1895–1968) fer­tigte das Mosaik 1965 im Auf­trag der Gemeinde Wie­fels­tede an. Nach­dem er nach dem Abitur 1913 auf Segel­schif­fen als Schiffs­junge und Leicht­ma­trose ange­heu­ert hatte, er– und über­lebte Tegtmeier den 1. Welt­krieg als Sol­dat an der West– und Ost­front. Ab 1918 stu­dierte er an der Kunst­ge­wer­be­schule in Ham­burg bei Julius Wohlers und Ewald Dül­berg. Neben Franz Rad­zi­will war Wil­helm Tegtmeier wohl der bedeu­tendste Maler des Rea­lis­mus im Olden­bur­ger Land. Er starb am 6. Novem­ber 1968 in Nethen.

Der Bauer mit seinem JagdhundDas Mosaik zeigt die Gemeinde Wie­fels­tede auf Grund­lage einer Land­karte von 1960, noch ohne Spohle und Con­ne­forde, die im Rah­men der Nie­der­säch­si­schen Gebiets– und Ver­wal­tungs­re­form von 1972 und der damit ein­her­ge­hen­den Auf­lö­sung der Lan­de­meinde Varel, zum nörd­li­chen Bereich unse­rer Gemeinde Wie­fels­tede kamen. So wurde 1972 end­lich auch for­mell der Sta­tus geschaf­fen, den geschicht­li­che Ursprünge schon lange begründeten.

Die alte Gemeindegrenze bis 30. Juni 1972Das wert­volle Kul­tur­gut konnte trotz der Umbau­maß­nah­men im Rat­haus erhal­ten wer­den. Es wurde von Rys­zard Pio­trow­ski und sei­ner Mann­schaft ver­setzt. Gön­nen Sie sich bei Ihrem nächs­ten Behör­den­gang einige Minu­ten und las­sen Sie das Mosaik im Ein­gangs­be­reich der Han­ken­straße auf sich wir­ken. Auch ohne „offi­zi­elle Ein­la­dung“ sind Sie im Rat­haus stets will­kom­men. Genie­ßen Sie den Blick auf das Tegtmei­er­sche Mosaik aus der gemüt­li­chen Sitz­ecke. Wenn gegen Mit­tag die Sonne durch die Fens­ter auf das restau­rierte Kunst­werk fällt, dann strahlt nicht nur der Sonnenschein!

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