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19Apr/080

Deichrichter, Träumer, Maler, eine Königin und der Poet

Wegweiser zum Wemkendorfer LandschaftsfensterFür seine natur­räum­li­che Viel­falt aus Geest, Marsch und Moor ist unser Ammer­land bekannt. Inmit­ten der Land­kreise Leer im Wes­ten, dem Land­kreis Fries­land im Nor­den, im Osten des Land­krei­ses Weser­marsch und der kreis­freien Stadt Olden­burg, grenzt das Ammer­land im Süden an die Land­kreise Olden­burg und Cloppenburg.

Ein LandschaftsfensterInzwi­schen seit sechs Jah­ren, genauer seit der ers­ten Nie­der­säch­si­schen Lan­des­gar­ten­schau im Jahre 2002, ste­hen in den Gemein­den Apen, Ede­wecht, Ras­tede, Wes­ter­stede und Wie­fels­tede Türme, denen der Wes­ter­ste­der Archi­tekt Ulrich Recker ein eige­nes Thema zuordnete.

Der Turm eines PoetenIn Wem­ken­dorf steht der „Turm eines Poeten“. Dieses Land­schafts­fens­ter steht inmit­ten von Wall­he­cken. Der Raum um Nut­tel und Wem­ken­dorf weist ein für das Ammer­land auf­fal­lend dich­tes und gut erhal­te­nes Wall­he­cken­netz auf.

Noch schlummert die NaturUrsprüng­lich als ehe­ma­lige Grenz­mar­kie­run­gen ange­legt, prä­gen Wall­he­cken die Ammer­län­der Park­land­schaft heute auf ganz beson­dere Weise: sie ste­hen für den Cha­rak­ter die­ser Landschaft.

Die vier wei­te­ren Türme fin­den Sie in:
 
Tange, Gemeinde Apen: Was­ser – Turm eines Deich­rich­ters
Wes­ter­scheps, Gemeinde Ede­wecht: Müh­len – Turm eines Träu­mers
Hank­hau­sen, Gemeinde Ras­tede: Gee­strand – Turm eines Malers
Gie­ßel­horst, Gemeinde Wes­ter­stede: Rho­do­den­dron – Turm einer Rhodo-Königin

Die halb­of­fe­nen Bau­wer­ken aus Stein, Holz und Stahl, etwas abseits der Stra­ßen gele­gen, wur­den ganz bewusst in die 160 km lange, land­schaft­lich ein­ma­lige Ammerland-Route integriert.

Turm eines Deich­rich­ters
Die­ses Land­schafts­fens­ter wid­met sich dem Thema Was­ser. Der Besu­cher trifft auf ein noch betrie­be­nes Schöpf­werk in der Fehn­land­schaft. Der herr­li­che Blick auf das Bars­se­ler Tief und des­sen Nie­de­rung, die ein sehr wich­ti­ges Nah­rungs– und Brut­bio­top für Wie­sen­vo­gel­ar­ten bil­den, hätte sicher­lich auch zur Erho­lung des für den Bau und die Erhal­tung der Dei­che ver­ant­wort­li­chen Deich­gra­fen beigetragen.

Turm eines Träu­mers
Die­ses Land­schafts­fens­ter steht zwi­schen Müh­len. Der Land­schaftsturm bie­tet zur einen Seite einen herr­li­chen Blick auf eine Gale­rie­hol­län­der Wind­mühle aus dem Jahr 1880 und auf der ande­ren Seite auf einen Wind­park aus dem Jahr 2000.

Turm eines Malers
Die­ses Land­schafts­fens­ter zeigt die Bewegt­heit des Ammer­lan­des am Gee­strand. Der Turm liegt auf dem oldenburgisch-ostfriesischen Gee­st­rü­cken, einer eis­zeit­lich aus­ge­präg­ten Gelän­destruk­tur. Die­ser bil­det die Was­ser­scheide inner­halb der Ammer­län­der Park­land­schaft. Auf ein­drucks­volle Art ist hier der bis zu 20 Meter betra­gende Höhen­un­ter­schied des Land­schafts­über­gan­ges von der Geest zur Marsch erlebbar.

Turm einer Rhodo-Königin
Die­ses Land­schafts­fens­ter zeigt den Rho­do­den­dron. Am his­to­ri­schen Gie­ßel­hors­ter Kirch­weg fin­det der Besu­cher den Aus­sichts­turm in einem typi­schen Wirt­schafts­wald mit sehr vie­len Rho­do­den­dron. Eine Beson­der­heit die­ses Land­schafts­fens­ters ist die Spie­gel­kon­struk­tion des Turm­da­ches, mit der die Pracht der Rho­do­den­dron in den Turm gelenkt und so über den Hori­zont hin­aus erleb­bar wird.

(Quelle: http://www.ammerland-touristik.de

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