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4Mai/080

Eine Gemeinde mit Zukunft und der Zufall

Eine Gemeinde mit Zukunft. (Nordwest-Zeitung vom 3. Mai 2008)„Je plan­mä­ßi­ger die Men­schen vor­ge­hen, desto wirk­sa­mer ver­mag sie der Zufall tref­fen,“ fol­gerte einst der Schwei­zer Schrift­stel­ler, Dra­ma­ti­ker und Gra­fi­ker Fried­rich Dür­ren­matt (1921 — 1990).

Am 3. Mai 2008 ver­öf­fent­lichte die NWZ sta­tis­ti­sche Daten über unsere Gemeinde mit Zukunft: Wie­fels­tede. Dazu fiel mir eine kleine Geschichte ein, die ich Ihnen heute vor­stel­len möchte. Ob dabei nun der Zufall, das Schick­sal oder ein­fach das belie­bige Zusam­men­tref­fen eini­ger Bege­ben­hei­ten im Spiel waren, über­lasse ich Ihrem Urteil.

Wiefelstede. Meiner Verlag, Wiefelstede/Oldenburg. 1984Als wir vor zehn Jah­ren nach Wie­fels­tede zogen, woll­ten wir die Beson­der­hei­ten aus der Geschichte, der Ent­wick­lung und der Land­schaft Wie­fels­te­des ken­nen­ler­nen. Die Gemein­de­bü­che­rei bot uns reich­lich Gele­gen­heit, unsere Neu­gier zu stil­len. Doch ein ganz beson­de­res Lese-Bilder-Wanderbuch, das Bür­ger für ihre Mit­bür­ger geschrie­ben hat­ten, war 1998 lei­der nicht mehr zu bekommen.

„Suchet, so wer­det ihr fin­den.“ Das Inter­net und ein dort ansäs­si­ges Auk­ti­ons­haus hal­fen uns einige Wochen spä­ter wei­ter. „Um uns herum — Wie­fels­tede — Ein Lese-Bilder-Wanderbuch“ stand zur Ver­stei­ge­rung an. Wir erhiel­ten den Zuschlag und wenig spä­ter das Buch. Bei der Kauf­ab­wick­lung stellte sich her­aus, dass der Ver­käu­fer in Olden­burg lebt. Wenig spä­ter traf ich mich mit ihm, um unse­ren Han­del per­fekt zu machen. Als ich das Buch in Hän­den hielt staunte ich nicht schlecht: der eins­tige Besit­zer war ein Wie­fels­te­der! Sein Name wird vie­len heute noch ein Begriff sein. Freu­dig blät­terte ich in dem tadel­los erhal­te­nen Buch und stieß dabei auf einen Zah­len­spie­gel der Gemeinde aus dem Jahr 1972. Eben­falls fand ich vier mit einer Schreib­ma­schine beschrie­bene Blät­ter mit Anga­ben zu den Wie­fels­te­der Bau­er­schaf­ten sowie der St.-Johannes-Kirche und Auf­stel­lun­gen zu den gewerb­li­chen Arbeits­plät­zen der Gemeinde, zum Ver­eins­we­sen und der Feuerwehr.

Zahlenspiegel der Gemeinde Wiefelstede 1972Einige sta­tis­ti­sche Werte aus dem 1972er Zahlenspiegel.

Ein­woh­ner­zahl am 30.06.1972:    8.069
1939:     4.278
1950:     6.412
1958:     5.597
1962:     5.920
nach der Volks­zäh­lung Mai 1970:     7.403

Größe des Gemein­de­ge­biets
am 30.06.1972:              8.501 ha
ab 01.07.1972 über     10.000 ha

Gemein­de­stra­ßen– und Wege­netz am 30.06.1972: 143 Km, davon befes­tigt 94 Km.

In sechs Hotels und Gast­stät­ten stan­den 1972 ins­ge­samt 78 Frem­den­zim­mer mit 99 Bet­ten zur Verfügung.

Für mich ist es ein gro­ßer Zufall, dass ich über das World Wide Web durch einen Olden­bur­ger Anbie­ter an ein Buch über die Gemeinde Wie­fels­tede, das sich einst im Besitz eines Wie­fels­te­ders befand, gelangte. Dar­über hin­aus kaufte ich viele auf­schluss­rei­che Daten, die die posi­tive Ent­wick­lung unse­rer Gemeinde mit Zukunft dokumentieren.

Cornwall. Für die „ollen Römer“ einst das Ende der Welt.Stel­len Sie sich ein­mal vor, das Buch wäre an die West­spitze von Corn­wall, das von den Römern zeit­weise als Welt­ende betrach­tet wurde, ver­kauft worden!

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