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Filzen. Altes Handwerk neu entdeckt

Filzen. Hobby und Kunsthandwerk.Im „Haus des Gas­tes“ tra­fen sich am Sams­tag, 18. Okto­ber 2008, „Jung und Alt“, um einen Ein­blick in eine sehr ursprüng­li­che Art der Tex­til­her­stel­lung ver­mit­telt zu bekom­men. Gerda Klin­ke­biel, die Lei­te­rin der Spinn­gruppe Hals­bek, „ver­riet“ ihnen die Tech­nik des Filzens.

Altes Handwerk, neues Hobby.Tro­cken­fil­zen. Sie benö­ti­gen: Filz­wolle, Filz­na­deln, einen Schwamm als Unter­lage und eini­ges an Fingerfertigkeit.

Filzen, eine der ältesten Techniken der Textilverarbeitung.Die Kennt­nisse der manu­el­len Filz­her­stel­lung sind bei uns fast in Ver­ges­sen­heit gera­ten. Trotz der zahl­rei­chen und guten Eigen­schaf­ten gefilz­ter Beklei­dungs­stü­cke: wär­mend, aber luft­durch­läs­sig, haut­freund­lich, was­ser­ab­wei­send und natur­nah in der Herstellung.

Filzen im „Haus des Gastes“.Es müs­sen ja nicht unbe­dingt Klei­dungs­stü­cke sein, dachte sich Joke und machte sich an die Arbeit, ein lus­ti­ges Filz­ge­sicht zu entwerfen.

Kreative Ideen.Ein Tipp unter Fil­zern: zum Zer­klei­nern der Sei­fen­stü­cke für die Sei­fen­lauge eig­net sich eine Mus­kat– oder Kar­tof­fel­reibe ganz hervorragend.

Spaß beim Filzen.Wer denkt, dass nur beim Nor­dic Wal­king ein gesun­der Spaß auf­kom­men kann, wäre an die­sem Tag eines Bes­se­ren belehrt wor­den: Wal­ken in lus­ti­ger Runde …

Am Anfang steht die Inspiration und die erste Entwurfsidee.… oder im Duett.

Na, lange genug gewalkt?Skep­ti­sche Bli­cke. Wurde aus­rei­chend gewalkt? Ja!

Seifenlauge, nicht zu viel und dann walken.Das Auf­brin­gen und Ver­tei­len der Sei­fen­lauge. Man kann die Wolle befeuch­ten oder wie hier auch „vir­tuos benet­zen“. Eben ein Hobby mit Hingabe.

Das richtige Zupfen und Auslegen will geübt sein.Beklei­dung kann jeder, aber ein Gesicht? Joke (rechts) ließ sei­ner Phan­ta­sie freien Lauf.

Selbst Hausschuhe können hergestellt werden.Ein Filz­pan­tof­fel ent­steht. Die Öffnung für den Fuß wird eingeschnitten.

Das Geheimnis jeder guten Suppe: die Köchin.„Lee­rer Magen filzt nicht gern.„
Für das leib­li­che Wohl der „Hand­filz­künst­ler“ wurde natür­lich gesorgt.

Gemütliche Filzpantoffel für warme Füße.Ein Filz­pan­tof­fel wird in Form gebracht.

Das Wolle-Filzen, das im Gegen­satz zum Spin­nen und Weben kaum tech­ni­sche Vor­aus­set­zun­gen erfor­dert, dürfte eine der ältes­ten Tech­ni­ken der Tex­til­ver­ar­bei­tung sein. Schön, dass die Spinn­köp­pel Wie­fel­stää mit der Hals­be­ke­rin Gerda Klin­ke­biel eine enga­gierte Fil­ze­rin fand, die die­ses alte Hand­werk vie­len Inter­es­sier­ten aus Ras­tede, Neu­en­burg und Wie­fels­tede anschau­lich ver­mit­teln konnte.

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