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25Apr/100

Im Staub der Zeit

Keine Asche­wolke nach einem Vul­kan­aus­bruch, aber eine land­wirt­schaft­li­che Staub­wolke ver­ur­sacht durch Beden­ken­lo­sig­keit wurde heute nach­mit­tag den Anwoh­nern in Tei­len des Hör­ner Esch´ und des Hecken­we­ges gebo­ten. Es soll ja Men­schen geben, die sit­zen am Sonn­tag um 15:00 Uhr im Gar­ten, trin­ken einen Kaf­fee oder neh­men ein Son­nen­bad. Und es gibt andere, die lie­fern den Staub zum Sonn­tag frei Haus.

„Wie lächer­lich und welt­fremd ist der, der sich über irgend etwas wun­dert, das im Leben vor­kommt.“ Mar­cus Aure­lius — Dem­nach wäre es sicher­lich falsch, die­ses stau­bige Inter­mezzo als reine Igno­ranz abzutun.

Ich will nicht noch mehr Staub auf­wir­beln, kei­nen Kon­flikt zwi­schen Land­wirt­schaft und Nicht­land­wirt­schaft ent­fa­chen oder die Funk­tion der Land­wirte als Nah­rungs­mit­tel­pro­du­zen­ten und Kul­tur­land­schafts­pfle­ger
in Frage stel­len. Ich hätte ein­fach nur ein wenig sonn­täg­li­ches Fin­ger­spit­zen­ge­fühl erwartet.

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