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31Mrz/082

Premiere: Schatzsuche im Wiefelsteder Rathaus

KulturgutBereits bei der Umset­zung des Tegtmeier-Mosaiks im Wie­fels­te­der Rat­haus vor nun­mehr einem Jahr, stand es für Bür­ger­meis­ter Hel­mut Völ­kers fest: das wert­volle Kul­tur­gut musste nicht nur als bewun­derns­wer­tes Kunst­werk erhal­ten blei­ben, es sollte für die Wie­fels­te­der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger künf­tig auch als unauf­fäl­lige Wert­an­lage eine haus­häl­te­ri­sche Rück­lage der Gemeinde bilden.

Nicht jeder Schatz besteht aus Silber und Gold…Rys­zard Pio­trow­ski und seine Mann­schaft erhiel­ten daher sei­ner­zeit auch den Auf­trag, das restau­rierte Mosaik, unbe­merkt von der Öffent­lich­keit und Medi­en­ver­tre­tern, durch Ein­fü­gung einer beträcht­li­chen Anzahl Euro-Münzen aufzuwerten.

TaschenrechnerInzwi­schen ist diese Wert­an­lage ein offe­nes Geheim­nis in unse­rer Gemeinde. Bür­ger­meis­ter Völ­kers und der Gemein­de­rat wer­den zu Beginn des Oos­ter­maand die Geheim­nis­krä­me­rei been­den und die Gesamt­summe ihrer ver­bau­ten Rück­lage ver­öf­fent­li­chen.
Wir suchen niemals die Dinge, sondern das Suchen nach ihnenVorab sind im Rah­men eines amü­san­ten Wett­be­werbs alle Wie­fels­te­der Gemein­de­mit­glie­der ein­ge­la­den, sich an der Ermitt­lung die­ser Summe zu betei­li­gen: wäh­rend der regu­lä­ren Öffnungs­zeit des Rat­hau­ses am 1. April 2008 besteht für alle inter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die Mög­lich­keit, den Gesamt­be­trag der bis dato ver­bor­ge­nen Rück­lage durch spo­ra­di­sches Stö­bern oder kon­trol­lierte Absu­che des Mosa­iks zu ermitteln.

Der Globus Europas aus dem Jahr 1536Das Mosaik zeigt die Gemeinde Wie­fels­tede auf der Grund­lage des Glo­bus von Europa aus dem Jahr 1536. „Beson­ders in unse­rem Gemein­de­wap­pen lie­ßen sich etli­che 1 und 2 Euro Mün­zen ver­ste­cken“, ver­riet mir ein amü­sier­ter Bür­ger­meis­ter. Als ein­zige Hilfs­mit­tel gestat­ten er, der Rat und die Ver­wal­tung Lupen, Lese­hil­fen und aus­nahms­weise auch Bau­ele­mente mit zwei licht­bre­chen­den Flä­chen, von denen min­des­tens eine Flä­che kon­vex oder kon­kav gewölbt ist. Die Ver­wen­dung von Metall­de­tek­to­ren oder gar Gra­bungs­u­ten­si­lien ist dage­gen strikt unter­sagt. „Spä­hen, nicht rui­nie­ren!“ lau­tet der Leit­ge­danke der hei­te­ren Wie­fels­te­der Schatzsuche.

Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.  Otto von Bismarck.Bevor Sie Ihre Ermitt­lungs­ar­beit auf­neh­men, machen Sie sich bitte an die­ser Stelle mit den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen ver­traut: in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ist das Fund­recht zunächst ein­mal in den §§ 965 ff. Bür­ger­li­ches Gesetz­buch (BGB), hier u.a. „Anzei­ge­pflicht des Fin­ders“, gere­gelt. Die Ablie­fe­rung ihres Fun­des sowie ein Fin­der­lohn erüb­ri­gen sich, da es sich um eine unter­hal­tende Sum­me­nermitt­lung im Rah­men eines kurz­wei­li­gen Wett­be­werbs han­delt. Der Eigen­tums­er­werb an den Fund­ge­gen­stän­den ist Ihnen nicht mög­lich, da der Eigen­tü­mer bekannt ist.

Flirtende Ehemänner am Strand sind keine Gefahr, denn sie schaffen es nicht lange, den Bauch einzuziehen.Das Ammer­land befin­det sich nicht im unmit­tel­ba­ren Bereich der deut­schen Küs­ten­ge­wäs­ser. Sie kön­nen daher die Stran­dungs­ord­nung vom 17. Mai 1984 und das Hafen­ver­kehrs– und Schiff­fahrts­ge­setz vom 3. Juli 1979 (GVBl. S. 177) mit der Ände­rung vom 19. Januar 1981 (GVBl. S. 9) und vom 10. Dezem­ber 1996 (GVBl. S. 307) aus­nahms­los ver­nach­läs­si­gen. Beach­ten Sie aber unbe­dingt die in allen Län­dern der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land gel­ten­den Denk­mal­schutz­ge­setze, die Sie, wie alle wei­te­ren Bestim­mun­gen, am 1. April im Rat­haus­saal ein­se­hen können.

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  1. Lie­ber Ronald, wie ist es nur mög­lich, dass du so ernst­haft über eine sol­che Geschichte schrei­ben kannst und das Ganze dann auch noch mit so viel Hin­ter­grund­wis­sen!?!
    Herz­lichst, Gisela

  2. Liebe Gisela, manch­mal „gehen sie mit mir durch“, die Gedan­ken, … Das Hin­ter­grund­wis­sen hole ich mir immer wie­der aus den vie­len Büchern, die ich horte und die meine liebe „Frau Stock“ ab und zu auf die „mehr­jäh­rige, ver­hol­zende Pflanze mit einem cha­rak­te­ris­ti­schen Blatt­schopf“ (Palme) brin­gen. Huch, nun hat sich schon wie­der so ein Lexi­kon aus den Rega­len auf mei­nen Schreib­tisch gemo­gelt.
    Vie­len Dank für Dei­nen net­ten Kom­men­tar!
    Es grüßt Dich
    Ronald


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