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28Jul/080

Stroh. Von der Streu zum Grundstoff einer Biogasanlage

Stroh. Früher ein begehrtes Material für die Tierhaltung.Es war ein­mal ein Mül­ler, der war arm, aber er hatte eine schöne Toch­ter. Nun traf es sich, dass er mit dem König ins Gespräch kam und zu ihm sagte: „Ich habe eine Toch­ter, die kann Stroh zu Gold spin­nen.“ Da schickte der König drei flei­ßige Wie­fels­te­der auf´s Feld, ihm reich­lich aus­ge­dro­schene und getrock­nete Halme und Stän­gel zu sammeln.

Naja, ganz so hat es sich dann heute nach­mit­tag doch nicht auf „unse­rem“ Feld zugetragen …

Stroh dient(e) als Futter und als Einstreu.Die Zei­ten haben sich geän­dert. 1909 wusste Mey­ers Lexi­kon über Stroh fol­gen­des zu berich­ten: „Die ent­körn­ten Halme und Sten­gel von Feld­früch­ten, im enge­ren Sinne nur die des Getrei­des. Stroh dient als Fut­ter und als Einstreu.“

In biologisch geführten Bauernhöfen wird Stroh traditionell als Streu verwendet.In einem moder­nen Umwelt­le­xi­kon fin­det sich heute der fol­gende Text: „Stroh war frü­her ein begehr­tes Mate­rial für die Tier­hal­tung, da es als Streu ver­wen­det wurde. Heute, durch die zwei­fel­hafte moderne Vieh­zucht mit auto­ma­ti­schem Dung­aus­trag, wird in die­sem Bereich kein Stroh mehr benö­tigt. In bio­lo­gisch geführ­ten Bau­ern­hö­fen wird Stroh tra­di­tio­nell als Streu ver­wen­det, wel­ches die Unmen­gen von Gülle ver­mei­det, dafür ein wich­ti­ges Dün­ge­mit­tel pro­du­ziert und als Grund­stoff für eine Bio­gas­an­lage ver­wen­det wer­den kann.“

(Quelle: http://www.umweltlexikon-online.de)

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