Abstecher nach München und umzu
München feiert 2008 seinen 850. Geburtstag. 380 Veranstaltungen stehen von Mai bis September auf dem Programm. Auch ein Grund für uns, wieder einmal in die „Weltstadt mit Herz“ zu fahren.
Münchens größter Obst– und Gemüsemarkt, der Viktualienmarkt, blickt auf eine lange Tradition zurück. Nicht nur zum Mittagsimbiss laden hier die verschiedensten Stände ein. Im Sommer ist ein Besuch im schattigen Biergarten unter dem Maibaum obligatorisch.
Wilhelm IV., Herzog von Bayern, verkündete am Georgitag im Jahre 1516: „Ganz besonders wollen wir, dass zu keinem Bier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser gebraucht werden sollen.“ Seither gilt das Reinheitsgebot für deutsches Bier und inzwischen haben findige Bio-Braumeister aus alten Getreidesorten wie Dinkel, Einkorn und Emmer obergärige Bier-Spezialitäten entwickelt.
1807 begann der heutige Viktualienmarkt als „Kräutlmarkt“, der sich im Lauf der Zeit immer weiter ausdehnte und bereits vor etwa 100 Jahren schon die heutigen Ausmaße annahm.
Auch die alten Ägypter ehrten den Rettich als heilkräftige Nahrungspflanze. Heute wird der Rettich besonders in Bayern zusammen mit Bier und Brezeln angeboten. Werden die Rettichscheiben gesalzen, wird der Rettichsaft aus den Scheiben gezogen und die Rettichscheiben schmecken milder.
1908 erlebte Karl Valentin erste Erfolge auf der Volkssängerbühne des „Frankfurter Hofs“ in der Schillerstraße in München. Ihm gelang schließlich der Durchbruch als Komiker. Regelmäßig trat er darauf mit großem Erfolg auf. (Quelle: http://www.karl-valentin.de )
Als Hommage an sein großes Bühnenvorbild, den seinerzeit sehr bekannten Musikkomiker Karl Maxstadt „taufte“ Karl Valentin seine Partnerin Elisabeth Wellano in Liesl Karlstadt um.
(Quelle: http://www.karl-valentin.de )
1953 wurde der Karl-Valentin-Brunnen auf dem Münchner Viktualienmarkt eingeweiht. Noch heute wird er mit Blumen geschmückt.
Das Stammhaus Alois Dallmayr in München blickt auf über drei Jahrhunderte Geschichte zurück. Diese Passanten drehen dem Haus allerdings den Rücken zu, da sie sich für den Christopher Street Day (CSD) Umzug interessieren.
Der Christopher Street Day will an den Aufstand Homosexueller und anderer sexueller Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village erinnern.
Nach der traditionellen Auftaktkundgebung auf dem Marienplatz begann die bunte CSD-Parade durch die Münchner Innenstadt.
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte der Tourismus den Achensee, der wegen seines Jagd– und Fischreichtums schon für die Landesherren, Kaiser Maximilian I. oder auch Erzherzog Ferdinand II., stets von Interesse war.
Etwa 50 Kilometer südöstlich von München liegt der Schliersee in einer Höhe von 777 Meter ü. NN. Er hat eine Fläche von etwas mehr als 2 km² und zahlreiche Enten, die sich an diesem Tag mit entsalzten Stückchen unserer Laugenbrezeln füttern ließen.