Unser Ford Ka(tastrophe)
„Der Ford Ka ist alles, außer gewöhnlich.“ (Anm.: Werbeslogan Ford Werke GmbH) - Dennoch trennten wir uns vor einigen Wochen von unserem inzwischen zweiten Fahrzeug dieser Modellreihe.
Vor sechs Jahren kauften wir unseren inzwischen zweiten Ford Ka bei einem Ford Vertragshändler in Oldenburg, Niedersachsen. Nach einigen Monaten verkleinerte sich dieses Unternehmen und gab u.a. eine Verkaufsniederlassung und Werkstatt in Westerstede, die wir bis dato für die Fristen‑ und Wartungsarbeiten an unseren Ford Fahrzeugen in Anspruch nahmen, auf. Eine zuverlässige Servicewerkstatt inkl. Reifen‑ und Autoservice, bei der es sich jedoch um keinen Ford-Partner handelte, übernahm die Geschäftsräume. Die unmittelbare Nähe zum Arbeitsplatz meiner Ehefrau veranlasste uns, fortan den Service dieses Unternehmens in Anspruch zu nehmen.
Durchrostungen im Bereich des Tankeinfüllstutzens und um dem Heckscheibenwischer ließen uns vor einem halben Jahr den Kontakt mit dem damaligen Verkäufer unseres Zweitwagens aufnehmen. Nach einer Vorstellung des Fahrzeuges wurde uns eröffnet, dass fehlende Eintragungen eines autorisierten Ford-Vertragshändlers in den Serviceunterlagen unseres Ka´s hinsichtlich der Durchrostungsgarantie jeglicher Gewährleistung seitens der Ford Werke GmbH widersprächen.
Nach einem weiteren Gespräch mit einem anderen Ford Vertragshändler entschlossen wir uns, inzwischen sehr enttäuscht und entnervt, die offensichtlichen Durchrostungen auf eigene Rechnung beheben zu lassen.
Unmittelbar nach Beginn der von uns in Auftrag gegebenen Reparaturarbeiten an unserem lediglich sechs Jahre alten Ford Ka, den wir als Neuwagen kauften, wurden für uns auch heute nicht nachvollziehbare Mängel an dem doch verhältnismäßig jungen Fahrzeug (Fahrzeug-Ident.-Nr.: WFOBXXWPRB3S746566, Erstzulassung: 14.11.2003) festgestellt:
- Durchrostung des linken Seitenteiles,
– Durchrostung der Motorhaube,
– großflächige Durchrostungen der Karosserie im verkapselten Bereich der beiden hinteren Radläufe,
– Durchrostung und starker Rostbefall im nicht einsehbaren Bereich der Heckklappe, der einen kompletten Austausch des Bauteiles erfordert hätte,
– Durchrostungen des Fahrzeuges im Unterbodenbereich, an den Türschwellern und weiteren tragenden Teilen sowie
– zwei gebrochene hintere Fahrwerksfedern auf Grund starkem Rostbefalls.
Eine fachmännische Begutachtung unseres mit einer Klimaanlage, Zentralverriegelung, Leichtmetallfelgen und einer Lederausstattung, um nur einige individuelle Ausstattungsmerkmale zu nennen, versehenen Fahrzeuges durch einen Sachverständigen ergab am 23. November 2009 einen Restwert von 500,00 Euro. Das Fahrzeug mit einem seinerzeitigen Neupreis in Höhe von 11.490,00 Euro und einer zwischenzeitlichen Kilometerleistung von ca. 64.000 Km musste auf Grund der gravierenden Mängel sofort stillgelegt werden.
„Feel the difference“ – Bisher vertraten auch wir die Ansicht, dass die Ford Werke GmbH hohe Anforderungen an Ihre Produkte und Verfahren hinsichtlich der allgemein anerkannten Regeln der Technik bzw. des Standes von Wissenschaft und Technik stellt. Leider wurde unser Vertrauen auf sehr ärgerliche und zudem extrem kostenintensive Art und Weise erschüttert.
Auszug aus meinem Brief an die Ford Werke GmbH:
„… Wir schicken Ihnen heute keinen „Bettelbrief“! Unannehmlichkeiten und Ärgernisse können immer wieder einmal auftreten und so werden wir die bittere Erfahrung unserer chancenlosen Bemühungen ganz bestimmt ohne depressive Reaktion oder reaktive Depression verarbeiten. Wir sind jedoch der Ansicht, dass wir Ihnen persönlich als Vorsitzenden der Geschäftsführung eines der größten und führenden Automobilhersteller der Welt unsere Erlebnisse um und mit unserem gerade sechs Jahre jungen wirtschaftlichen Totalschaden nicht vorenthalten sollen. …“
Reaktion der Ford Werke GmbH: „Leider …, aber …“
Reaktion der zwischenzeitlich informierten Zeitschrift „Auto Bild“: bis heute KEINE
Unser Fazit: „Das war unser letzter Ford!“ … und die Auto Bild lese ich auch nicht mehr.
Ford, die tun was. – Ja, uns etwas an!
Gern zeige ich Ihnen die „stillen Winkel“ Ihres Fahrzeuges in denen eventuell auch Ihr(e) Ka(tastrophe) etwas „ausbrütet“.
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