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22Mrz/090

Doppelt belichtete Fotosafari

Weidenkätzchen als erste Nahrungsquelle für die BienenRosa Wölk­chen überm Wald
wis­sen noch vom Abend­rot dahin­ter —
über­wun­den ist der Win­ter,
Früh­ling kommt nun bald.

aus: Früh­lingsah­nung, Chris­tian Mor­gen­stern (1871–1914)

Kräuterlikör aus WolfenbüttelDer Früh­ling kün­digt sich an und da sind die Jäger­meis­ter mit ihrem ver­ant­wor­tungs­vol­len Auf­ga­ben­ge­biet zur Erhal­tung und Nut­zung des Wal­des natür­lich vor Ort. Gut, dass vor­aus­schau­ende Mit­men­schen sie recht­zei­tig und zahl­reich in den Büschen der Gemeinde Wie­fels­tede verteilten!

Die Schweizer nennen es "Taucherli"Das Bläss­huhn bevor­zugt fla­che Tei­che, Seen und lang­sam flie­ßende Gewäs­ser. Viele Was­ser­pflan­zen und ein Schilf­gür­tel run­den sei­nen Lebens­raum ab. Bläss­hüh­ner ernäh­ren sich von Pflan­zen­tei­len und Kleintieren.

Kuhhornsweg mit neuer "Frisur"Hell, hel­ler am hells­ten. Viel Licht fällt nun nach einem umfang­rei­chen Rück­schnitt auf den Wie­fels­te­der Kuh­horns­weg. Johann Wolf­gang von Goethe´s „Götz von Ber­li­chin­gen“ mag nun irren, denn „Wo viel Licht ist, ist star­ker Schat­ten“ trifft ange­sichts der jetzt feh­len­den Bäume hier erst ein­mal nicht mehr zu.

Starke Bäume geben starke BalkenHohe Bäume war­fen einst lange Schat­ten. Mein Blick auf die Schnitt­flä­che die­ses Stump­fes weckte ein Bild in mir. Auch in Ihnen?

Spaziergang im BachIn unse­rer Gemeinde fin­den wir und die Besu­cher und Urlau­ber noch die Beschau­lich­keit und Ruhe zur Erho­lung, denn hier ist die Natur zu Haus.

Eins, zwei, drei, vier Eckstein, alles muss versteckt sein!In Deckung ging die­ser Stu­ben­ti­ger am Kirch­weg. Ob nun vor mir oder der Sekt­fla­sche, die in sei­ner Nähe zwi­schen­ge­la­gert wird, weiß nur er.

Einst perlend, nun geschmacklosAnsto­ßen und Zupros­ten ist in allen Kul­tur­krei­sen der Welt ver­brei­tet. In Anleh­nung an den Anlass oder die Ver­traut­heit der Runde, wird bis­wei­len eine kleine Rede gehal­ten und den Gäs­ten ein Pro­sit zuge­ru­fen. - Danach wird die Fla­sche fei­er­lich der Land­schaft überlassen.

Nicht vom Weg abkommenVor­sorg­lich wies sei­ner­zeit schon der Gemein­de­di­rek­tor dar­auf hin, die Wege im Nah­er­ho­lungs­ge­biet Hör­ner Diek nicht zu ver­las­sen. Anfangs zum Schutz der Natur und des Wil­des gedacht, heute wohl eher zum Schutze des Schuh­werks. Zahl­rei­che Hin­ter­las­sen­schaf­ten links und rechts der Pfade könn­ten das Ver­las­sen der Wege zu einem nicht nur schlüpf­ri­gen Fehl­tritt wer­den lassen.

Stets wachsamAbschlie­ßend nun die­ses tie­ri­sche Foto. Es könnte sonst der Ein­druck ent­ste­hen, ich sei ein Freund des Zynis­mus.
Das ist bestimmt nicht der Fall! Es ärgert mich nur sehr, wenn ich auf mei­nen Foto­sa­fa­ris durch usA (unser schö­nes Ammer­land) ent­sorgte Auto­bat­te­rien in den Hors­ter Büschen sowie Farb­ei­mer, Flach­män­ner und hau­fen­weise Hun­de­h­in­ter­las­sen­schaf­ten in den Nah­er­ho­lungs­be­rei­chen unse­rer Gemeinde finde.

„Ich bin durch­aus nicht zynisch, ich habe nur meine Erfah­run­gen, was aller­dings unge­fähr auf das­selbe hin­aus­kommt.“ Oscar Wilde, iri­scher Dra­ma­ti­ker und Schrift­stel­ler, 1854 — 1900.

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