Graffiti. Kommunikation auf Bunkerwänden
Graffiti. Mit Spraydosen bearbeiten größtenteils anonyme „Künstler“ Wandflächen, Busse und Bahnen. Die besondere Wirkung vermittelt das Graffiti durch seine Form, Farbe und Größe, sie spielen die wesentliche und damit gestalterische Rolle. Versucht man, die Geschichte des Graffiti zu beleuchten, wird zunächst deutlich: die Wand wurde und wird als Kommunikationsforum benutzt.
Ich möchte an dieser Stelle nicht die Geschichte, den Sinn oder Unsinn der „wilden Malereien“ ergründen und ebenfalls nicht die Frage, handelt es sich um Schmierereien oder Kunstwerke, stellen. Es geht mir (auch heute wieder) allein um die Fotos …
In einer ehemaligen Flugabwehrraketenstellung am Südwestausläufer der Dammer Berge hat nicht nur die Natur ihren Eroberungszug angetreten …
Ein New Yorker Botenjunge soll während seiner Gänge sein Zeichen (ein sogenanntes Tag) „TAKI183“ an verschiedene Wände geschrieben haben.
Zeitungen wurden darauf aufmerksam und schrieben einen Artikel über den unbekannten Sprayer. Nachahmer des Botenjungen fanden sich schnell: das Graffiti war geboren.
Mögliche Konsequenzen des Sprayens: wer mit 16 Jahren beim illegalen Sprayen erwischt wird, läuft Gefahr, bis zu seinem 46. Lebensjahr für den von ihm verursachten Schaden zur Kasse gebeten zu werden. So lange gelten die zivilrechtlichen Ansprüche des Geschädigten gegenüber dem Täter.
Wird nur ein einzelner Täter aus einer Gruppe von Sprayern überführt, haftet er zudem für den gesamten Schaden.
In einem Unterstand aus der Zeit gegen Ende der 1930er Jahre fand ich diese Zeichnung, die durch spätere Nutzer des aufgegebenen WK II (Flug-) Einsatzhafens angefertigt wurde. Das Foto zeigt einen Ausschnitt aus der Zeichnung.